Interview: Vier Fragen zu Bionik


Interview mit der Schirmherrin Eva Kudrass, Kuratorin im Bereich
Mathematik und Informatik am Deutschen Technikmuseum Berlin.
CASIO: Bionik – der Begriff klingt ganz schön abstrakt. Warum sollten
sich Kinder und Jugendliche dafür interessieren?
Eva Kudrass: Von dem abstrakten Begriff Bionik sollte sich niemand abschrecken lassen. Dahinter verbirgt sich ein spannendes Experimentierfeld. Bionik entsteht, wenn Technik von der Natur lernt. Das ist eine Herangehensweise, die Spaß macht und die Zukunftstechnologien bestimmen sollte.
CASIO: Und was können Kinder, Jugendliche und ihre Eltern zu Bionikim Deutsche
Technikmuseum lernen?
Eva Kudrass: Ihr könnt hier erfahren, dass der Flugpionier Otto Lilienthal auch ein Pionier der Bionik-Forschung war. Lilienthal hat vor 125 Jahren die ersten Gleitflüge mit selbstgebauten Flugapparaten gemacht. Die genaue Beobachtung, Erforschung und Berechnung des Vogelflugs hat ihm die entscheidenden Hinweise für die Form seiner Flugapparate gegeben. Skizzen aus Lilienthals berühmten Bionik-Klassiker „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ (1889) könnt ihr in der Ausstellung direkt mit den lebensgroßen Nachbauten seiner Flugapparate vergleichen.
CASIO: Haben Sie ein bionisches Lieblingsprojekt?
Oder gibt es eins, das sie ganz besonders beeindruckt?
Eva Kudrass: Auf jeden Fall der Klettverschluss! In der Natur kann die Klette Menschen und Tiere ja ziemlich nerven, beim Klettverschluss wurde die Hartnäckigkeit der Klette für die Menschen nutzbar gemacht. Außerdem sehe ich die positiven Auswirkungen dieser Erfindung jeden Tag: Mit Klettverschluss kann sich meine kleine Tochter nämlich selbst die Schuhe an- und ausziehen – da muss ich nicht lange mit Schnürsenkeln hantieren.
CASIO: Muss man eigentlich gut in Mathe sein, wenn man sich für die Natur bzw. Naturwissenschaften interessiert?
Eva Kudrass: Interesse an der Natur braucht kein mathematisches Verständnis, aber für alle modernen Naturwissenschaften ist Mathe unheimlich wichtig.

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